Betriebe mit den besten Schoppen geehrt

Wettbewerb 40 Gastwirte stellen sich der Jury – Ausschankweine sind Visitenkarte der Mittelrheinregion

M St. Goar. Die 17. Auflage des Wettbewerbs „Der beste Schoppen Mittelrhein“ verlief mit guter Resonanz. IHK, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Mittelrhein- Wein, DLR und Dehoga zeichnen die Sieger des Wettbewerbs 2016 aus.

Zwischen Kaub und Leutesdorf sowie Bingen und Andernach ha- ben 40 Wirte insgesamt 374 Ausschankweine zum Wettbewerb an- gestellt. Insgesamt 25 Prüfer hatten bei der Auswahlprobe alle Hände voll zu tun, das breit gefächerte An- gebot aus 53 Winzerbetrieben vom Mittelrhein zu testen. Neben den Veranstaltern probten vor allen die Wirte selbst. Sie hatten in ver- deckter Probe – unter der sich das eigene Angebot befand – auch die Möglichkeit, einen Überblick über die Ausschankqualität der Mitbewerber zu erhalten.

In sieben Wettbewerbskategorien – vom Riesling über weiße Bur- gundersorten bis zum Rotwein, Blanc de Noir, Rosé und Weißherbst – wurden die Weine ver- kostet und bewertet. 91,17 Prozent der angestellten Weine wurden von der fachkundigen Jury positiv bewertet. Ein Ergebnis, das zeigt, wie bewusst in der Weingastrono- mie am Mittelrhein die Weine für den offenen Ausschank ausge- wählt werden und welchen Sprung nach vorne die Weinqualität dabei gemacht hat.

Vom Hotel-Restaurant über das klassische Gasthaus bis hin zur am- bitionierten Weinstube und der quirligen Gutsschänke sind sehr verschiedene Betriebstypen der mittelrheinischen Gastronomie in der Siegerliste vertreten. Aufgrund ihrer guten Ausschankweine ha- ben in den letzten Jahren viele Betriebe die Auszeichnung „Haus der besten Schoppen“ erhalten.

Um sich mit den Lorbeeren „Haus der besten Schoppen“ zu schmücken, muss ein Gastronom mit seinen gesamten offenen Ausschankweinen am Wettbewerb in drei aufeinanderfolgenden Jahren erfolgreich teilnehmen. Mindestens zwei Drittel seiner einge- reichten Weine müssen den Geschmackstest der Jury bestehen. Die Betriebe erhalten dann eine Plakette, um das Haus zu kennzeichnen.

 

Erstmals wurde unter den reinen Gastronomiebetrieben die Neu- entdeckung des Jahres gekürt. No- miniert waren die Betriebe, die 2016 erstmalig die Auszeichnung „Haus der besten Schoppen“ erhalten konnten. Sieger wurde das Gasthaus mit dem besten Durchschnittsergebnis der letzten drei Jahre. Die Siegerprämie in Höhe von 500 Euro erhielt Petra Litz vom Günderodehaus in Oberwesel.

Die Ehrung der Siegerbetriebe fand unter Beteiligung vieler Wirte, Winzer und Ehrengäste im Festsaal der IHK Koblenz statt. Der Vize- präsident der Landwirtschaftskam- mer Rheinland-Pfalz, Heribert Metternich, betonte in seiner Begrüßung die positiven Effekte einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Winzern und Wirten. Das Angebot hochwertiger Ausschankweine kommt den Gästen zu Gute und es müssten noch mehr Betriebe für die Teilnahme am Wettbewerb sensibilisiert werden.

Für viele Gäste sei ein guter Ausschankwein die beste Visitenkarte einer Weinregion und steigere den Umsatz bei Gastronomie und Erzeugern. Dass die offen ausgeschenkten Mittelrheinweine weiter auf Qualitätskurs sind erfreut auch Mittelrhein-Weinkönigin Sarah Hulten. Sie überreichte gemeinsam mit den Kooperationspartnern im Gastronomiewettbewerb die Urkunden an die anwesenden Betriebe.

Sieben Gastronomiebetriebe am Mittelrhein können sich nun „Haus der besten Schoppen“ nennen. Diese Betriebe sind „Haus der besten Schoppen“:

Baudobriga Rheinhotel Boppard, Hotel Tannenheim Buchholz, Landgasthof Eiserner Ritter Weiler, Bellevue Rheinhotel Boppard, Pension bei Schinderhannes und Jul- chen Boppard, Günderodehaus Filmhaus Heimat 3 Oberwesel, Kulturwerkstatt Treff zum Heinz Oberwesel